Argumente für einen Einsatz in der Praxisfirma

Ist der/die Teilnehmende in ein Projekt eingebunden, nimmt er/sie wieder an einem grösseren Ganzen teil, das durch ein Miteinander der Beteiligten funktionieren kann. In beinahe allen Branchen des Arbeitsmarktes befinden sich die Arbeitnehmenden in einem Mix aus zugewiesenen Aufgaben und Arbeitsanteilen, welche sie selbst bestimmen können. In der Arbeitslosigkeit gehen Forderungen und Anreize von aussen oft verloren, sodass es schwierig wird einen sinnvollen Beitrag zu leisten. Durchhaltevermögen, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen nehmen auf diese Weise normalerweise ab. Eine Projektteilnahme kann helfen, diese Fähigkeiten zu erhalten. Ein gesundes Mass an Durchhaltevermögen und Frusttoleranz steuert dazu bei, «den Bettel nicht gleich hin zu werfen», wenn fremdverordnete, als unangenehm empfundene Tätigkeitsanteile oder unwillkommene, schwierige Situationen am Arbeitsplatz entstehen.

Argumente für einen Einsatz im Überblick:

  • Integration in die Erwerbsgesellschaft (zur Arbeit gehen)

  • Berufliche Tagesstruktur

  • Es besteht ein soziales Umfeld (Austausch im Team, im Arbeitsprozess bleiben, etc.)

  • Mobilitätsförderung

  • Berufliche Standortbestimmung (Abklärung, ob beruflich noch am richtigen Ort)

  • Steigerung des Selbstwertgefühls (andere Mitarbeitende in ähnlicher Situation)

  • Vermittlungsfähigkeit (in der Lage sein, bereit sein, berechtigt sein)

  • Nähe zum Arbeitsmarkt

  • Beziehungsnetz erweitern

  • Effiziente Selbstorganisation, z.B. eine verbesserte Planung von Tätigkeiten, Abläufen und Zeiteinteilungen wieder erlernen. Damit verbunden kann sich auch generell der Blick für Optimierungsmöglichkeiten im eigenen Leben wieder entwickeln, was wiederum die eigene Kreativität anregt und fördert.

  • Die erworbene Berufspraxis kann für Weiterbildungen bis zur Erlangung des Eidgenössischen Fähigkeitsausweises angerechnet werden. Dies ist in den Richtlinien des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BT) geregelt.

 

  • Aktuelle kaufmännische Referenz
    • Zwischenzeugnis
      Nach drei Monaten erhalten die Projektteilnehmenden, welche länger im Programm bleiben, in der Regel ein Zwischenzeugnis ausgehändigt. Dies hängt allerdings von folgenden Faktoren ab: gute Arbeitsleistung, soziales Verhalten und persönlicher Einsatz (Präsenz, Motivation, Engagement)
    • Zeugnis
      Am Ende des Einsatzes wird den Mitarbeitenden ein Schlusszeugnis ausgehändigt. Kann dies aus irgendwelchen Gründen nicht erfolgen (kurze Einsatzdauer, tiefe Präsenz, mangelhaftes Arbeitsverhalten) wird eine Arbeitsbestätigung abgegeben.

    • Referenz der Leitung
      Gerne treten wir als Referenzgeber für eingesetzte Personen auf, bei Bedarf auch gerne als Türöffner. Abhängig dafür sind die oben erwähnten Kriterien.

 

  • Die erworbene Berufspraxis kann für Weiterbildungen bis zur Erlangung des Eidgenössischen Fähigkeitsausweises angerechnet werden. Dies ist in den Richtlinien des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BT) geregelt.